07.11.2010

Kletterer stoppen Castor-Zug

Meine Frühschicht im Pressebüro beginnt um 4.00 Uhr. Als ich den Raum betrete, tönt es mir schon entgegen: „Der Castor steht! Kletterer hängen über der Schiene! Seit mehr als einer halben Stunde!“

Die beiden müden Kollegen, die ich ablösen soll, sind wieder hellwach. Nach und nach sind die Informationen beisammen: Vor dem Castor sitzen 50 Leute. Über ihm schweben eine Klettererin und ein Kletterer. Die Beiden sind für die Polizei ein Riesenproblem: Sie haben sich nämlich von der 75 Meter hohen Fuldatalbrücke abgeseilt. Auch für erfahrene Polizeikletterer ist es extrem schwierig, sie von dort zu bergen.

Immerhin: Man kennt sich. Die Frau am Seil ist „das Eichhörnchen“ Cecile Lecomte, die schon häufig Fahrpläne gründlich durcheinander brachte. Beim letzten Castortransport hatte die Polizei sie „vorsorglich“ für viele Stunden eingesperrt.

Für das Wendland bedeutet die Aktion: Zumindest einige Leute dürfen noch ein bisschen länger im Schlafsack bleiben. Das ist tröstlich, denn draußen ist es bitterkalt. Es hat gefroren, die ersten Shuttle-Fahrer kratzen Eis von ihren Autos.

Unsere Infokontaktstellen jubeln in die Telefonhörer. Das Aufwachen mit einer solchen Nachricht ist auch etwas Feines! Der Tag der vielen Aktionen im Wendland beginnt gut.

An den Gleisen zwischen Lüneburg und Dannenberg steht heute „WiderSetzen“ und „Schottern“ auf dem Programm, in Gedelitz bereiten sich die Leute darauf vor, in der Nähe des Zwischenlagers ihre Sitzblockade aufzunehmen...
Die Hochrechnungen ergeben: Der Castor ist keinesfalls vor 8.00 Uhr in Lüneburg, er muss ab Morschen – sollte ihn nichts weiter aufhalten – noch etwa vier Stunden fahren. Aber es hält ihn ja etwas auf... ;-)

Nach etwas mehr als zwei Stunden fährt der Castor unter den KletterInnen durch – und steht dann erneut. Als die Sonne aufgeht, erwartet niemand mehr den Castor vor 10.00 Uhr in Lüneburg. Trotzdem ist es hektischer geworden im Wendland. Die Aktiven von Widersetzen kommen zum vorgezogenen und verkürzten Aktionstraining zusammen, die Schotterer machen sich startklar zum Weg zur Schiene.

Notiert von Jutta aus dem Pressebüro von X-tausendmal quer.

Ruben Neugebauer / Chris Grodotzki - visual-rebellion.com

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